Journal

1. Oktober 2022

One year of hellraising

Ihr schönen Menschen!

Vor genau einem Jahr erschien mit dem Song RAISE SOME HELL NOW! der erste Vorbote zu unserem aktuellen Album ENDLiCH! als limitierte Single-CD und als Video-Clip.
Selbstverständlich ist eine Vorab-Single zu einem neuen Album immer etwas Besonderes für uns, in diesem Fall war die Situation jedoch noch ein bisschen spezieller als sonst, befanden wir uns beim Dreh noch mitten in einer extrem komplexen Lage, welche solche Vorhaben doch sehr erschwerten. Mit Corona-Maßnahmen wohin man auch schaute, wurden Dreharbeiten um ein Vielfaches komplizierter als ohnehin schon.

Um so schöner war am Ende aber auch diese Aktion und wird mir immer in Erinnerung bleiben. Nicht nur habe ich bei diesem Anlass endlich "die Jungs" wiedergesehen, denn die Band war aufgrund der Konzertabstinenz seit vielen Monaten nicht mehr komplett zusammengekommen, wir hatten auch zum ersten mal wieder Kontakt mit echten Zuschauern. Es handelte sich in diesem Fall um die Komparsen, die sich bereit erklärt hatten, mit uns im Wald an dem Clip mitzuwirken. Vielen Dank noch einmal an alle!

Einfach toll, wenn "Arbeit" mal nicht nur "Arbeit" ist, sondern so viele tolle Erinnerungen mit sich bringt. Uneingeschränkt trotz aller Einschränkungen. 

Außerdem war unser sympathisches Film-Team über alle Maßen motiviert und hoch professionell. Glücklicherweise haben wir es seither schon einmal wiedertreffen können (psssssssst, noch streng geheim!).
Gegraben wurde auch wieder, allerdings musste dabei weder die netten Komparsen noch die zauberhafte Schauspielerin in einen Sarg.
Puuuh. Was ein Glück!

Aber meine Güte … wie die Zeit vergeht. Sie rast dahin, das Uhrenticken schneidet sie unbarmherzig in Scheiben. Immerhin durften wir nun wieder einige Male auch von den Bühnen rufen: "Raise Some Hell Now!", was sowohl uns als auch dem Publikum augenscheinlich einen riesigen Spaß bereitete.

We’ll never see the greater picture as I offered just a glance. Are you still puzzled? Is there nothing left but pure incoherence? Did you enjoy the journey nonetheless and wasn’t it intense?

I’m glad you’re here, in this very moment, when it all ends
with so many friends.

Habt einen schönen Oktober und wir freuen uns noch immer, wenn wir mit dem Abschluss-Album des Fremder-Zyklus im kommenden Frühjahr ENDLiCH!, ENDLiCH! auf Tour gehen dürfen.

Euer

Asp




15. September 2022

Drei Rosen

… der Weg zum kleinen schwarzen Haus … Holger Much über „Drei Rosen


Weißt du noch, wie‘s war? 

In manchen Worten liegen Kraft und Stärke verborgen. In manchen Worten lebt Magie. Und webt man solche Worte auf eine bestimmte, vermutlich unerklärliche Weise zusammen, so beginnen Welten zu leben und zu leuchten.

Es gibt Texte, die erzählen von einem bestimmten Sachverhalt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Und dann gibt es Texte, die tun so viel mehr. Sie öffnen verborgene Türen zu Welten und Geschichten, die in unseren Herzen und Seelen leben. Diese Texte sind pure Magie, sie sind, jenseits ihres eigentlichen Sujets, auf eine gewisse Weise ewig und universell. Man kann sich in sie einwickeln wie in eine warme Decke, man kann sie sich über den Kopf ziehen, kann in ihrem Schutz träumen und weinen, und man kann der Welt für einige Zeit entfliehen. Man kann aber auch in ihnen ertrinken. 

Asp Spreng gehört zu den wenigen Poeten, die diese Art von Texten erschaffen können. 

Leicht wie der Flügelschlag eines Schmetterlings lesen sich die Zeilen, scheinbar mühelos der Feder entflossen. Jedes Wort ist voller lebendigem Zauber und doch paradoxerweise so schwer, dass es einen unweigerlich mit in die Tiefe reißt, hinab in jene Welt, die der Autor uns zu erblicken erlaubt. 

Dass Asp Spreng mit jedem Wort, jeder Wendung der Erzählung nicht nur sein eigenes Herz öffnet, sondern auf wundersam-erschreckende Weise auch wissend in die intimen Herzenswinkel der Lesenden selbst zu blicken scheint, gehört zu den faszinierenden Aspekten seines schriftstellerischen Schaffens und macht sicher einen großen Teil seines Zaubers aus.

Dieser Zauber wirkt auf mich ganz übermächtig und überwältigend in seiner Erzählung „Drei Rosen“.  

Diese Geschichte um Passion und Liebe, um tiefe Hingabe, um unerträglichen Schmerz und um Verlust, geschildert aus der Sicht des Ich-Erzählers, wandelt auf den Pfaden des bewusst gewählten, symbolreichen Bild des Waldes. Dort schwelgt sie in bukolisch-sinnlicher Innigkeit voller Unschuld, verläuft sich dann aber zusehends, um in wahrlich verstörend-dunklen Hallen tiefe Verzweiflung und schmerzhaften Schrecken zu gebähren. 

Asp Spreng hat es selbst bereits formuliert, die geheimnisvolle Schöne kann als Verkörperung der Musik selbst gelesen werden. Welch wunderbare Bedeutung für einen Autor, dessen literarisches Schaffen doch untrennbar mit Musik und der Liebe zu ihr verbunden ist. 

Doch wie bei allen hervorragenden Texten bietet „Drei Rosen“ so viel mehr an Interpretationen, so viele Möglichkeiten vielleicht, wie es Herzen gibt, die sich diesen Worten schutzlos öffnen. „Weißt du noch, wie‘s war?“

Zwischen den Worten locken süße Nebel, verheißungsvolle Schlupflöcher und Fetzen verwehter Melodien, denen zu folgen so märchenhaft schön wie gefährlich sein kann.

Sicherlich aber hält der Lesende mit „Drei Rosen“ eine so fesselnde wie bewegende Liebesgeschichte mit beunruhigend dunklen Untertönen in den Händen, die niemanden, der sich der verführerischen Sprache hingibt, unberührt lassen dürfte.

Selten – eigentlich noch nie – war ich so dankbar, eine Geschichte in Bilder fassen zu dürften, selten hatte ich solchen Respekt davor. 

Denn die vielschichtige, flirrende Poesie von Asp Sprengs Worten entzieht sich, kaum dass man ein Bild zu fassen glaubte, auch schon wieder dem Blick, um etwas anderem Platz zu machen.

So habe ich mich im Falle der „Drei Rosen“ nach langem Kampf und mehreren gescheiterten Versuchen dazu entschlossen, die Geschichte nicht auf die Art zu illustrieren, wie ich es sonst immer tue.

Ich habe mich auf das Wagnis eingelassen, eine Art gezeichnete Nachdichtung in Bildern zu schaffen, die die Geschichte Asps parallel zum Text mit eigenen Mitteln darstellt.


Egal wie, dieses gemeinsame Werk, vielleicht auf eine hintergründige Weise das bisher intensivste und dunkelste, wird auf alle Zeit und Ewigkeit einen ganz speziellen, einzigartigen Platz im kleinen schwarzen Haus im Wald meines Herzens haben. 



Asp über die Entstehung:

Drei Rosen erblühen erneut.

Mitten in irgendwelchen Pandemie-Lockdowns im Jahr 2020 nutzte ich, halb gezwungen, halb erfreut, die Chance, das ultimative ASP-Texte-Buch endlich auf den neuesten Stand zu bringen und zu überarbeiten. Eine echte Herzensangelegenheit, welche mich sicherlich auch mental durch diese extrem frustrierende Phase gebracht hat. Aus der Not geboren entstanden viele schöne, neue Begleittexte, und meine Erinnerung durfte in Momenten verweilen, die dem Leser genau wie mir selbst präsentiert und als schriftliche Anekdoten veröffentlicht werden durften. Das war sehr angenehm, denn viel zu viele Erlebnisse und Gedanken verblassen oft genug im täglichen Wahnsinn und werden vom ewigen Hamsterrad des Musikertreibens einfach in eine dunkle Ecke geschleudert. Selbstredend nahm ich die uralte Erstausgabe des Buches in die Hand und entdeckte dort das etwas lieblos im Schlussteil untergebrachte Gruselgedicht „Die drei Rosen“ und entschied mich nach kurzem Überfliegen, dieses – in meinen Augen – mit einigen stilistischen Makeln behaftete Werk nicht in die neue Ausgabe zu übernehmen. Das lag wie oben erwähnt daran, dass ich das Gedicht damals in ziemlicher Eile verfasst hatte und ich eigentlich nur die stilistischen und sprachlichen Ungereimtheiten bemerkte. 

Die andere Angelegenheit, die mir die Freude daran bis zum Wiederlesen deutlich vermiest hatte, war die Tatsache, dass die von mir für ein etwas zweifelhaftes Hörbuch-Projekt eingelesene Geschichte mit vielen negativen Erinnerungen verbunden war, denn ganz ehrlich: Nicht nur wurde ich damals im Studio beim Einlesen nicht gerade höflich oder freundlich behandelt, natürlich wurde in der Folge das komplette Projekt ein reines Ärgernis, da später zwar fleißig verkauft und verwertet wurde, eine Ausschüttung an mich als Autor jedoch nie erfolgte. Dabei geht es nicht um den schnöden Mammon allein, sondern um Respekt und Wertschätzung dem Verfasser gegenüber.

So etwas kann schon einmal einen kleinen düsteren Schatten auf ein an sich schönes Geschreibsel werfen.

Die Neuausgabe von „Horror Vacui“ sorgte jedoch dafür, dass ich mir einen Vermerk an mich selbst machte, mir die „Drei Rosen“ nach Abschluss der Arbeit an dem Songtexte-Buch noch einmal mit etwas Muße zu Gemüte zu führen. 

Es dauerte nur wenige Wochen, dann sollte einer dieser raren Momente tatsächlich eintreten (wie angedeutet: nicht alles an den Lockdowns war zu hundert Prozent schlecht), und ich konnte die vielen formalen Fehler des alten Textes beiseiteschieben und mich inhaltlich darauf einlassen.

Und mir ging es wohl wie Holger, als ich ihm später die sanft überarbeitete Fassung einfach mal zum Lesen schickte: Die „Drei Rosen“ packten mich. Sie berührten mich. Ich stand meinem jüngeren Ich gegenüber und spürte wieder genau das, was mich damals angetrieben hatte. Das war regelrecht überwältigend.

Ich musste sofort auf einer Welle von Emotionen reiten und den Text in eine etwas elegantere, aber inhaltlich unveränderte Form bringen. Es ließ mich nicht mehr los, bis es getan war.

Es verschlang mich, rief mich zu sich, wenn ich gerade nicht daran arbeitete.

Damit wurde es auch direkt zu einem verrückten Beweis für das bedrohlich-verzehrende Bild, welches die Geschichte über das Schaffen von Kunst im Allgemeinen und Musik im Speziellen zeichnet, wenn man die recht plakative Allegorie einmal durchschaut hat, die ich damals das Bedürfnis hatte zu benutzen.

Ich möchte der Geschichte nicht zu sehr vorgreifen, lies lieber das Buch mit den sensationellen Illustrationen des Herrn Much. Aber eins möchte ich durchaus noch loswerden: Die damals in Worte gewobenen Ängste vor dem selbstzerstörerischen Aspekt des schöpferischen Aktes sind über die Jahre Realität gewordene, betonierte Erfahrung. Das geht nicht allen so, ich kenne viele Kollegen, die dieses Selbstverzehrende in keiner Weise nachvollziehen können, aber für mich war und ist jeder kreative Moment ein schöpferischer Akt, der bedeutet, aus mir selbst zu schöpfen, mir etwas zu nehmen und hinaus in die Welt zu senden. Mag sein, dass die Ressourcen regenerativ sind, dennoch bleibt stets die Furcht, dass man etwas mehr gibt, als energetisch wieder nachwächst. Ziemlich sicher ist Holger Much diesbezüglich ein Seelen- und Hingebungsverwandter, denn er bat mich sehr nachdrücklich, dass er und niemand anders dieses Gedicht zum Buch vervollständigen dürfe.
Welch ein Offene-Türen-Einrennen war dies?
Herausgekommen ist ein Buch, das mich absolut mit all den negativen Begleitumständen der ursprünglichen Entstehung versöhnen konnte. Wie eine alte Wunde, die endlich heilen durfte.
Ich hoffe, alle Leser werden Freude an meinem kleinen Geschreibsel haben. Pit Hammann hat das Buch so schön gelayoutet, dass die Schrift so wenig wie möglich von den unglaublich ergreifenden Bildern ablenkt, die Holger Much(a) gezaubert hat.



1. September 2022

ES IST VOLLBRACHT!

Das Ziel ist erreicht – und die Arbeit beginnt
JETZT!

Liebe Unterstützer,

es ist der Wahnsinn! Ihr habt es tatsächlich geschafft.

Noch vor einigen Wochen hätte das niemand für möglich gehalten: Ihr habt alle drei Phasen des Turmbaus vollendet und mir dadurch die Chance gegeben, dieses Mammut-Unterfangen in Angriff zu nehmen.

"Three times the 66666.
You alone possess the power
to finally build the all black tower.
Be the mortar for my bricks!“

Die gigantischen Ausmaße meiner Dankbarkeit sind nicht zu beschreiben. Natürlich in aller Form und ganz nüchtern und faktisch für die Mittel, die ihr zur Verfügung gestellt habt, einige von euch in schwindelerregender Höhe.

Diese Mittel stellen tatsächlich und wahrhaftig einen Gamechanger für die Entstehung des Turm-Zyklus dar: Sie werden das Fundament bilden, auf welchem ich den Turm-Zyklus bauen kann.  Ohne jegliche Einschränkung bedeutet das Gelingen dieses „Crowd-Fundings“, dass ihr mir die berechtigte Hoffnung gebt, dieses aus drei Konzeptalben bestehende Werk mit der nötigen Muße verwirklichen zu können.

Wie in den Informationen zum „Turmbau“ ausführlich berichtet, werden mir diese Mittel helfen, um mich aus einigen der zahl- und umfangreichen organisatorischen Alltagsarbeiten endlich etwas zurückzuziehen, die meine Kreativarbeitszeit seit einigen Jahren aufgefressen haben. In manchen Momenten fragte ich mich tatsächlich, wie ich überhaupt noch Songs schreiben konnte, so viel, wie auf meinem Schreibtisch landete. Doch so konnte es nicht weitergehen, denn faktisch ist selbst die Energie und Kraft des Fleißigsten endlich.

Die Summe soll natürlich für mehrere Jahre reichen, denn nicht weniger lang werden die Arbeiten an gleich drei Alben dauern, aber dennoch ist sie als blanke Zahl einfach beeindruckend, und mir ist zu jedem Zeitpunkt bewusst gewesen, wie gigantisch diese nach außen hin wirkt und was das für den Turmbau hätte bedeuten können: Ein Scheitern war durchaus im Bereich des Möglichen.

Aber keine Sorge: Auch wenn ich nun Jobs abgebe, die letzte Entscheidungsgewalt und die Messlatte für die Qualität aller Dinge, die aus dem Hause ASP kommen und für deren Gesamtheit ich mich vor dem Hintergrund des mir entgegengebrachten Vertrauens umso mehr verantwortlich begreife, werden nach wie vor bei mir bleiben. Die Suche nach entsprechenden Personen, die für diese Arbeiten geeignet sind, hat bereits begonnen.

Fast genauso wichtig wie die beachtliche Summe an sich ist aber tatsächlich dieses klare „Ja“, welches dadurch ausgedrückt wurde. Das „Ja“ für ein weiteres, nach Mainstream-Gesetzen komplett abstruses Unterfangen. Es mag sein, und ich nehme das stets als Kompliment, dass die Werke aus dem Schmetterlings-Zyklus und dem darauffolgenden Fremder-Zyklus durch die ab und an hitverdächtigen Einzelteile aka „Songs“ oft einen weit weniger unzugänglichen Eindruck hinterlassen, als das gemeinhin auf den ersten Blick oder das erste Ohr der Fall sein mag. Aber das Konzept Konzeptalbum ist durchaus ein mit großen Risiken verbundenes Unterfangen und – ganz ehrlich! – auch Millionen von Streams im Netz können nicht für das passende Feedback sorgen, welches einen als Autor derart zu beflügeln oder bestärken vermag, dass man diesen Weg so einfach weitergehen kann.
Daher ist dieser Erfolg auch und vor allem ein extrem euphorisierender Vertrauensbeweis. Eine in klaren Zahlen erfolgte Aufforderung, „mein Ding“ durchzuziehen, ganz gleich, wie wenig messbaren Zuspruch der Alltag und die zunehmend brüchig werdenden Wertschöpfungsketten auch bieten mögen. Und ganz gleich, wie viele Gelegenheitsgäste immer nur eine subjektive „Best-of-Setlist“ bei den Konzerten hören möchten oder wie viele (natürlich bei allen Bands auftretenden) Stimmen laut werden, dass früher doch angeblich alles so viel besser gewesen sei.

Auch dafür also meinen verbindlichsten Dank.

Selbstverständlich weiß ich ganz genau, wer nun zu „liefern“ haben wird. Die Verantwortung ist groß, die nun auf meinen schmalen Schultern liegt, denn nun muss der dritte und letzte Zyklus der Flammenkreis-Saga auch entstehen! Ehrensache!

Ich werde alles geben, um das Beste aus mir herauszuholen, was ich erzählerisch und musikalisch zu bieten habe. Wie immer. Aber vielleicht mit etwas mehr dringend benötigter Muße und etwas mehr Ruhe als in den vergangenen, zutiefst erschöpfenden und zermürbend turbulenten Jahren.

Als allererstes wird nun eine Phase der Planung folgen, denn mittlerweile haben wir das Horror-Kurzgeschichten-Projekt schon auf den Weg gebracht, und dies wird nun zuerst fertiggestellt im Hause ASP. Aber direkt im Anschluss daran werde ich ganz konkret am Turm-Songwriting arbeiten. Was bedeutet das? Das bedeutet, während wir nun das eine musikalische Projekt vorantreiben, werde ich parallel die drei Turmalben vorbereiten, eine Landkarte für das letzte Kapitel fertigstellen. 

Da ist noch viel Denk- und Entwicklungsarbeit zu tun.

Wird das heftig? Ja. Wird das wieder ein irres Pensum? Na klar. Aber es wird doch deutlich besseres Deep-Work, deutlich mehr Flow stattfinden können als in den vergangenen Jahren. Und all das dank eurer Unterstützung.

Einige der abzugebenden Arbeiten werde ich extrem wenig vermissen, und ein klitzeklein bisschen tun mir die Leute schon jetzt leid, die diese für mich übernehmen sollen. Aber für das gesamte ASP-Konstrukt wird das ein Segen sein.

Ich wage es. Wage, mich darauf einzulassen, die Weichen zu stellen und mich dann ganz dem wunderbaren Strom zu überlassen. Ich verspreche, mir wie immer alles zu entlocken, was ich für wichtig, richtig und spannend erachte. Ich verspreche auch, dass ich wie immer keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Konventionen zu nehmen gedenke, und außerdem schwöre ich, dass ich weiterhin nicht versprechen kann, dass das Endergebnis irgendjemandem zu gefallen weiß außer mir selbst. Auch dir vielleicht nicht, geschätzter Supporter. Aber dann bleiben noch immer die wunderschönen Souvenirs aus dem Crowdfunding, die bei euch ein neues Zuhause gefunden haben, und die Erinnerung an einen beeindruckenden gemeinschaftlichen Sieg im Kampf gegen die Windmühlen der Musik-Industrie. Wow, habt ihr es denen gezeigt! Chapeau!
So viel Zuspruch für ein Nischen-Projekt wie unseres, das soll uns erst einmal jemand nachmachen.

Daher werde ich nun, nach erneuter Verbeugung und Bekundung meiner enormen Dankbarkeit, aufhören, weiter große Reden zu schwingen, sondern direkt alles in die Wege zu leiten, was ich mir vorgenommen habe, nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Crowdfunding-Aktion zu tun.


Die Arbeit beginnt heute.

Auf gutes Gelingen und ein tolles Endergebnis in einigen Jahren.

Behaltet eure E-Mail-Postfächer im Auge, liebe Unterstützer, denn ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Euer dankbarer

Asp

22. August 2022

Die Saison der vielen ASP-Songs

Liebe Freunde,


natürlich beschäftigen uns in diesen Tagen auch noch andere Dinge als unser kleines aber feines Crowdfunding. Die Konzerte, die wir in diesem Jahr spielen dürfen, sind schon wirklich etwas ganz Besonderes. Nach der langen Zwangs-Livepause sind wir selbstverständlich einfach froh, wieder auf der Bühne stehen zu dürfen. Aber auch aus einem anderen Grund ist dieses Mal wie schon erwähnt alles noch ein bisschen intensiver: Kein Konzert ist wirklich wie das andere!

Wir wurden auf das Festival Mediaval eingeladen, was uns natürlich freut, aber eigentlich sind wir natürlich keine Mittelalter-Band. Böse Zungen behaupten, wir seien schon weitaus mehr als mittelalt.

Aber die weit über die bayerische Landesgrenze bekannte Veranstaltung hat für dieses Jahr ein Rock-Special geplant, welches wir am Freitag, den 9. September die Ehre haben werden mit unseren Klängen zu verzaubern.
Deswegen haben wir unsere KreaTour-Mitverschwörerin Shir-Ran Yinon überredet, mit uns ein ganz besonderes Set zu präsentieren. Freut euch also auf viele ASP-Songs, bei der die Violine eine wichtige Rolle spielt!
Was für den Besucher auf dem Festival Mediaval also ein einmaliges Erlebnis zu werden verspricht, bringt natürlich die üblichen kleinen Nebenwirkungen, vor denen mein Arzt und mein Apotheker mich gewarnt haben: Noch mehr ASP-Songs, die wir nur an diesem Abend in diesem Jahr spielen und noch mehr Texte auswendig zu lernen.
Jaja, nur kein Mitleid. SELBer Schuld.
Hoffentlich bekomme ich all das noch in das Erkältungshirn (danke, wird schon besser) gepaukt. Was haben wir da alles? Etliche Songs, die wir in diesem Jahr überhaupt nur dort spielen werden, einen Song vom aktuellen Album ENDLiCH!, den wir noch nie live gespielt haben und einen Song, der überhaupt noch gar nicht veröffentlicht ist und es voraussichtlich auch erst in frühestens einem Jahr wird. Also eine echte "Weltpremiere". Natürlich mit Geige.
Also alle ASP-Fans, welche die Reise ins Fichtelgebirge wagen, erwartet dort schon ein ganz besonderer Abend.
Wir sind höllisch gespannt und nach diesem kleinen Journal-Eintrag wird sofort weiter geübt …
Wir sehen uns dort!
Euer
Asp


Tickets gibt es hier: Link

6. August 2022

WACKEN 2022

ES WAR SO UNGLAUBLICH GENIAL. DANKE AN EUCH WAHNSINNIGE AUF DEM W:O:A 2022.

WIR SIND IMMER NOCH SPRACHLOS.

Jetzt das komplette Konzert bei Magenta Musik anschauen
https://www.magentamusik.de/asp-9208205928595337462


2. Juli 2022

Die letzte Zuflucht – Manchmal ist ein Song genau das

Liebe Hörer,

manchmal fällt es mir schwer, einen Gefühlszustand in Worte zu fassen, auch wenn das sozusagen „mein Beruf“ und meine Berufung ist.

Zumindest wenn es sich um einen Prosatext, einen Bericht oder, wie in diesem Falle, einen Journaleintrag handelt.

Im Grunde verhält es sich so:

Der Song „Die letzte Zuflucht“ ist ein hochprozentiges, mehrfach destilliertes Konzentrat eines Gefühls, welches die vergangenen Jahre unser Leben bestimmt hat. Der Song ist ein Ausdruck der Sehnsucht, wieder das Gemeinschaftsgefühl zu erleben, ein emotionaler Tanz auf der Klinge zwischen Melancholie und kraftstrotzender, unbändiger Wiedersehens(vor)freude.

Ein Einschwören auf eine ganz neue Stufe des „Es lebe Wir“-Gefühls, eine Liebeserklärung an eine Magische Verbindung zwischen Gleichgesinnten und die Hoffnung, dass diese nach einer so langen Durstrecke wieder erblühen und gedeihen darf.


Dabei sollte der Song eigentlich ursprünglich auf unserem Horror-Kurzgeschichten-Album landen, welches für 2023 geplant ist. Aber die Idee wollte und wollte in eine andere Richtung gehen, ganz gleich, wie sehr ich versucht habe, sie erzählerisch in andere Bahnen zu lenken.

Also gab ich ausnahmsweise einfach nach, im vollen Bewusstsein, dass ich damit sämtliche Zeit- und Inhaltspläne mal wieder deutlich ins Wanken bringen würde, was in diesen ohnehin schon anspruchsvollen und noch immer schwer zu organisierenden Zeiten natürlich so eine Sache ist. Aber was soll’s. Wenn ein Lied will, was es will, sollte man sich nicht wehren und in den Flow gehen, die Welle der positiven Energie einfach mitnehmen.

Wer sich jetzt den Herrn Asp in Neopren-Anzug auf einem Surfboard vorstellt … bitte sofort aufhören! Ich in Badehose, das ist nicht gerade werbewirksam.

Vermutlich wird dies nun wieder das Einzige sein, worüber im Inter-Nett geredet wird.

Also Pause, damit sich alle wieder einkriegen können.
*Musik von Jeopardy dudelt*

Alles klar?

Dieser Song wurde für die Bühne geschrieben – und für dieses ganz gewisse Rücken-an-Rücken-Feeling, welches man bei einem richtig guten ASP-Konzert bekommt.

Das heißt aber freilich nicht, dass es nicht auch eine Studio-Version davon gibt, welche ihr zu Hause genießen dürft.

Ihr könnt die neue 2-Track-Single HIER in verschiedenen Versionen vorbestellen, wenn ihr mögt.

Solange der Vorrat reicht, denn die Gesamtauflage liegt bei 999 Stück.

Wie ihr ja wisst, haben wir uns – nebenbei bemerkt, ohne größere Streitigkeiten bis zu diesem Zeitpunkt – von unserem Label getrennt. Dieser Schritt war der einzig folgerichtige aus dem Erlebten der letzten Jahre und Ergebnis einer extremen Müdigkeit, was die heutige Vertriebs-Struktur von Musik an sich angeht. Momentan lassen wir den weiteren Weg auf uns zukommen und sind sehr zufrieden damit, Tonträger in Eigenregie und über unsere eigenen kleinen, aber feinen Kanäle direkt an unsere treuen Fans zu liefern. Ehrlich gesagt ging es sowieso seit Jahren in diese Richtung: Den ganz großen Teil der Tonträger hat der Vertrieb in den letzten Jahren wieder zurück an unseren eigenen Shop vertrieben (also verkauft), damit wir ihn dann an den Mann (und die Frau) bringen durften.

Das Erscheinen dieser Single ist also nicht nur wegen der großen Emotionen, die ich selbst mit den Songs verknüpfe, so ein bedeutendes Ereignis, sondern auch weil sie einen absoluten Meilenstein in unserer musikalischen Existenz, was den Vertrieb angeht, darstellt.

An dieser Single und an euren Bestellungen werden wir ablesen, wo wir stehen und wie die Auflagen für zukünftige Tonträger-Produkte sein dürfen.

Ihr werdet uns auf diese Weise ganz direkt und durch faktische Zahlen mitteilen, wie und in welcher Größenordnung diese Art der Veröffentlichung noch relevant ist.

Und das ist gut so.

Ganz ohne augenwischende Dritte im großen Spiel wird die neue Realität entstehen dürfen, und wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Ungeschönt und gar nicht maskenhaft (für alle, die neu sind: dies ist keine Corona-Anspielung, sondern eine Verknüpfung zu einem sehr feinen ASP-Album).

Ja, große Macht bringt große Verantwortung (das ist nun ausnahmsweise nicht von mir), liebe Freunde des gepflegten Gothic-Novel-Rocks …

Doch zuerst und am allermeisten freuen wir uns darauf, diesen Kracher endlich live präsentieren zu dürfen. Ich bin schon extrem aufgeregt, mein Lampenfieber ist auf der Brennen-Skala schon am Anschlag, genauso wie die Vorfreude auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Wenn es dann endlich heißt:

„Es werde Licht! Es werde Lärm!
Es werde schlicht all jenes, was die Seele wärmt.“

Denn darum geht es natürlich bei allem. Nicht wahr?

Drückt uns die Daumen, dass alles klappt und reibungslos über die Bühne geht.

Euer

Asp


2. Juni 2022

Auktionen für den Turmbau

Ihr schönen Menschen!

Um den Turmbau weiter voranzutreiben, wird es in den kommenden Wochen zahlreiche Auktionen geben, die über das Online-Auktionshaus Ebay laufen werden.

WIR LASSEN UNS WAS BIETEN!

Die Verlängerung der großen Crowdfunding-Aktion bis zum 6. September allein wird freilich nicht genügen, um das anvisierte Ziel zu erreichen.

Daher trennen wir uns von allerlei Raritäten, die wir in diesem Zeitraum nach und nach auf unserem Ebay-Account zur Versteigerung anbieten.

Dieser Account ist übrigens der einzige offizielle. Alle anderen, die ASP-Raritäten anbieten, haben mit uns nichts zu tun und sind nur irgendwelche findigen Händler, die mit unseren Sachen einen saftigen Gewinn erwirtschaften möchten.

Bitte lasst sie vor allem in dieser wichtigen Phase links liegen und kommt nur zu uns, damit die Flammenkreis-Sage ihre Vollendung erleben kann!

HIER KÖNNT IHR SCHAUEN

Das Herzstück der Versteigerung wird allerdings das neue Buch

„Monsters of the Week“ von Timo Wuerz bilden.

Wir haben SÄMTLICHE Originalzeichnungen, die dem Buch zugrunde liegen, von Timo erstanden und werden sie nun dem Turmbau einverleiben und euch damit eine Chance geben, eines dieser Sammlerstücke zu ergattern!
Natürlich sind sie alle von Timo und Asp signiert.

Bookmarkt den Ebay-Account am besten gleich, schaut regelmäßig rein, wenn ihr nichts verpassen wollt! Vielleicht ist ja euer Sammlerstück mit dabei und zusätzlich könnt ihr dafür sorgen, den Turm in die Höhe schießen zu lassen!

Schaut ab und zu wieder rein, bietet fleißig und fiebert mit!

Es lohnt sich und wird spannend!

Die Gewinne aus dieser gesamten A(u)ktion werden (abzüglich Gebühren und Kosten) dem Crowdfunding zur Entstehung des Turm-Zyklus zugutekommen.

Vielen Dank, viel Spaß und viel Glück beim Bieten!

Euer

ASP-Team


31. Mai 2022

TURMBAU. FORTSETZUNG (ER)FOLGT …

Ihr schönen Menschen!

Heute möchte ich euch darüber informieren, wie es mit dem Turmbau weitergeht.

Zusammenfassung in einfacher Sprache:

Das Crowdfunding für die drei Alben des Turm-Zyklus wird aufgrund der momentan allgegenwärtigen wirtschaftlichen Krisen verlängert.
Bis zum 6. September besteht nun noch die Chance, die Aktion zum Erfolg zu führen.


Nun die etwas ausführlichere Version:

Zunächst einmal ist die wichtigste Nachricht gleichsam die einfachste, nämlich die, dass es weitergehen wird mit der Crowdfunding-Aktion zur Grundsteinlegung des dritten und letzten Kapitels der Flammenkreis-Saga.

Der Turm-Zyklus soll aus drei Konzeptalben bestehen und nach dem Schmetterlings- und dem Fremder-Zyklus den Abschluss dieser über zwei Jahrzehnte gespannten musikalischen Erzählung bilden.

Die Gewinne dieser Aktion sollen dafür sorgen, dass ich mich von den meisten operativen Tätigkeiten zurückziehen kann und in der mir auf diese Weise geschenkten Zeit in Ruhe und tiefer Konzentration diese drei äußerst komplexen Konzeptalben ausarbeiten darf.

Andere werden sich statt meiner um das mittlerweile oft das Kreative verdrängende Daily Business kümmern. Das braucht enorme Ressourcen, die auf dem Wege dieser schönen Aktion gesammelt werden sollen.

Als der Turmbau seinen Anfang nahm, war die Situation noch eine völlig andere: Nach fast zwei Jahren Pandemie schien die Chance auf eine Wende zum Positiven zumindest in greifbare Nähe gerückt. Jetzt, ein halbes Jahr später, beschäftigen uns weitere tiefgreifende Krisen, die große Auswirkungen auch auf unser aller Leben haben: direkte und indirekte Folgen und nicht zu vergessen auch große Zukunftsängste. Extrem viele Fans teilten uns über die Social Media Kanäle mit, dass sie zwar gerne unterstützen würden, aber es schlicht nicht in dem Ausmaß können, da ihnen selbst nicht die Mittel wie gewohnt zur Verfügung stehen.

Es ist allen Beteiligten bewusst, dass dieses Finanzierungs-Projekt ebenso ungewöhnliche Wege beschreitet wie die Kunst, die dahintersteckt. Und trotz aller Fragezeichen, die den Turmbau vor und hinter den Kulissen begleitet haben, ist diese Aktion schon jetzt ein großer Erfolg, und das bisherige Ergebnis macht mich unfassbar stolz und zutiefst dankbar. Denn natürlich sind die Beträge höchstwillkommen, aber noch wichtiger: ein Ausdruck des kollektiven Wunsches, dass der Turm-Zyklus entstehen soll und dass solche musikalischen Konzepte auch in Zeiten mit ganz anderen, eine kurze Aufmerksamkeitsspanne bedienenden Erfolgsrezepten noch gefragt sind. Nicht immer bin ich mir dessen sicher, und Zweifel pflastern meinen Weg …

Denn auch das ist Sinn und Zweck des „Turmbaus“: Feedback zu bekommen, ob der Turm-Zyklus eine Chance hat, eure Herzen und Gehörgänge zu erobern oder ob ich mich lieber anderen Projekten zuwenden soll, von denen es ja immer mehr als genug gibt und die alle um meine Aufmerksamkeit buhlen.

Danke für dieses schon jetzt überwältigende „Ja“ zu dieser Idee, tausendfach Dank!

Viele von euch drängten auf eine Verlängerung der Aktion. Eigentlich eine schlüssige Forderung, sollte man meinen, denn erstens will ich schließlich, dass das Projekt ein Erfolg wird, zweitens „kostet“ eine Verlängerung ja nichts.

Warum ich dennoch eine wohlüberlegte Entscheidung treffen wollte und mich nicht – wie von vielen gefordert – früh mit einer Fristverlängerung einverstanden zeigte, hat Gründe (wer hätt‘s gedacht).

Zum einen haben die letzten Jahre gezeigt, dass ich immer in eine Falle getappt bin, wenn ich Entscheidungen zwischen Tür und Angel gefällt habe. Viel wichtiger aber und der Hauptgrund: Natürlich war es zeitlich alles so abgestimmt, dass spätestens am 6.6.2022 eine Planungssicherheit im ASP-Kosmos herrschen sollte, was die Entstehung und zeitliche Einordnung der drei Alben angeht. Denn Touren sollen geplant und gespielt werden, andere musikalische ASP-Schandtaten organisiert werden, kurzum: Oft gehen für diese Planungen Jahre in die Zukunft, es ist schlicht nicht so einfach, alles immer und immer wieder zu verschieben und umzuplanen. Auch wenn wir durch die „Corona-Jahre“ reichlich Übung haben sollten.

Irgendwann muss man mit Projekten konkret beginnen und für Planungssicherheit sorgen.

Aber nach reiflicher Überlegung kann ich nun grünes Licht für eine Verlängerung geben. Viele Fans scheinen dafür zu sein – wer bin ich, mich gegen diesen Wunsch zu sperren?

Daher werden wir den Turmbau und damit die Phase 3 verlängern bis zum

6.9.2022

(The 6th of September)!

Satte drei Monate also!

Eine weitere Fristverlängerung gibt es nicht, denn es sollen auch nicht einige wenige Supporter nun über einen längeren Zeitraum für das Gelingen verantwortlich zeichnen. 

Ich bin, wie oben schon erwähnt, auch jetzt schon dankbar über das positive Feedback und werde dann auch völlig ohne Enttäuschungen jeglichen Ausgang dieser wunderbaren Aktion dankbar annehmen.

Wie ursprünglich geplant gibt es nur Gewinner beim Turmbau: Sollte es nicht gelingen, dann haben alle trotzdem schöne Sammlerobjekte, die sie ihrer Sammlung einverleiben konnten, und unsere Wall of Fame zeigt schon jetzt viele schöne Menschen!

Wir haben einige kleine Modifikationen am System der Artikelbestellung vorgenommen, um es nun noch einfach zu machen, die schönen Lagerbestände zu plündern, um den Bau voranzutreiben. Der Versand erfolgt ab sofort versandkostenfrei, um eine Hürde abzubauen und noch mehr Menschen dazu zu bewegen, die limitierten „Belohnungen“ zu ergattern.

Ansonsten ändert sich nichts.

Es erreichen uns derzeit viele Vorschläge, wie man die Aktion „verbessern“ könnte. Viele davon extrem gut gemeint. Sie einzeln durchzudiskutieren, raubt leider genau das, was die ganze Sache jedoch bringen sollte: Zeit für Kunst.

Und obwohl wir natürlich alle wissen, dass hinter vielen dieser Vorschläge nicht Besserwisserei steht, sondern der echte Versuch, die Aktion zum Erfolg zu führen, müssen wir hier um das bitten, was so einem Vorhaben zugrunde liegen sollte: Vertrauen. 

Nicht nur darin, dass die Mittel am Ende dem eigentlichen Zweck zugeführt werden, sondern dass sich mehrere kluge Köpfe eine Aktion ausgedacht haben, die genau so funktioniert, wie es für das Ziel am besten ist. Vorausgesetzt, es wollen genug Leute mitwirken.

Die Chancen stehen gut, dass durch die geforderte Streckung des Zeitraumes auch die letzte und alles entscheidende Phase ein Erfolg wird.

Freuen wir uns gemeinsam darauf!

Asp & Team


18. Mai 2022

PHASE DREI HAT BEGONNEN.

Liebe Unterstützer der Aktion Asps Turmbau!

Es ist geschafft!
Soeben sorgte eine kleine, unscheinbare Spende dafür, dass der Turm (unser von Holger so genial gemalter "Statusbalken") ein letztes Mal verschwand, um Platz für die dritte und alles entscheidende Bauphase zu machen.

Das ist absolut großartig!

Ich möchte mich ganz persönlich bei allen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass wir so weit gekommen sind.
Das Erreichen dieser dritten Phase wird verschiedene wundervolle Auswirkungen haben. Nicht nur dürfen sich die bisherigen Unterstützer natürlich wieder auf ein kleines Extra freuen (behaltet euren Mail-Posteingang im Auge), es wird nun auch weitere tiefgreifende positive  Folgen für die Aktion haben.

Denn intern stand fest: Wenn wir tatsächlich diesen "dritten Turm" zu bauen beginnen, dann werden wir noch einige tolle Aktionen für den Endspurt an den Start bringen und die von vielen dringend geforderte "Verlängerung" in Erwägung ziehen.

Dafür habt ihr nun gesorgt und in Kürze gibt es konkrete Neuigkeiten, wie es nun weitergehen wird.

Bis dahin haben wir immer noch eine große Anzahl von schönen, limitierten Unterstützungs-Artikeln, die sich auf neue Besitzer freuen!
Und an der Wall of Fame ist auch noch Platz.

Wunderbar, dass wir das hinbekommen haben!
Die Chancen stehen gut, dass die Flammenkreis-Saga doch noch mit dem Turm-Zyklus abgeschlossen werden kann.

Heute gibt es Grund zum Feiern! Genießt den Tag und habt Dank!
Euer

Asp

Du weißt nicht, worum es geht? Dann informiere Dich hier und werde Teil unseres Crowdfundings!

19. März 2022

50, Teil 2


18. März 2022

Geburtstags-Aktion

Guten Morgen, ihr schönen Menschen!

Ich habe heute Geburtstag und möchte nicht feiern, denn mir ist absolut nicht danach zumute. Und das liegt keineswegs an meinem Alter, mit dem ich überhaupt kein Problem habe.

Stattdessen möchte ich euch heute erneut um Hilfe ersuchen.

Mein Freund Sascha, seines Zeichens ASP-Produktionsleiter und normalerweise dafür verantwortlich, dass unsere Show auf die Bühne kommt, fährt derzeit mit anderen selbstlosen Menschen und in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Landau-Südpfalz Hilfsgüter an die rumänisch-ukrainische Grenze. Er konnte sich vor Ort ein Bild machen, wie verzweifelt die Lage der Flüchtlinge ist. Noch immer fehlt es teilweise an absolut Essentiellem.

Deswegen möchte ich erneut die magische Verbindung zwischen Fans und Künstler beschwören und bitte euch um Mittel gegen die eisige Wirklichkeit, die dort herrscht:

Wir suchen dringend warme Decken und Schlafsäcke!

Wir machen unseren Fan-Shop zur postalischen Annahmestelle. Schickt uns, was ihr an sauberen Schlafsäcken und warmen Decken auftreiben könnt, per Paket an unseren Shop! 

Herz und Verstand Merchandising GmbH
Gewerbepark Bliesen 1a
66606 Bliesen

Wir sammeln, organisieren, packen um, und Sascha und seine Kollegen bringen die dringend benötigten Sachen dann mit den LKWs dorthin. Unser Shop-Team nimmt ausschließlich die Paketsendungen an.

Wer persönlich Schlafsäcke oder Decken abgeben möchte, der kann das hier tun:

Sanitätshaus Langmann
Warenannahme
Borsigstr. 3
76185 Karlsruhe

Statt Glückwünschen und warmen Worten ein bisschen Wärme spenden!

Bitte macht mit bei dieser Aktion! Es geht nicht um Politik, sondern konkret um hilfsbedürftige Menschen!

Selbstverständlich freue ich mich auch, wenn jemand stattdessen für Menschen anderer Herkunft etwas spenden möchte, die von Krieg und Verfolgung betroffen sind. An Leid mangelt es ja leider nicht dieser Tage.

Unsere Aktion läuft ab sofort und bis Ende März!

VIELEN HERZLICHEN DANK!


Euer Asp


4. Februar 2022

Neue Wege finden.

Ihr schönen Menschen, liebe ASP-Hörer,

es gibt Neuigkeiten.

Ich teile euch heute mit, dass wir zukünftig keine Alben mehr bei unserem langjährigen Label-Partner Trisol Music Group GmbH veröffentlichen werden.

Es handelte sich um spannende, von unserer Seite extrem Output-starke zwei Jahrzehnte der gemeinsamen Planungen von unzähligen Tonträgern. Und es gab durchaus auch eine recht lange Phase, die in freundschaftlicher Kooperation und in einer Atmosphäre der Entscheidungen auf Augenhöhe verlief. Diese schwand in den vergangenen Jahren und wich einer Stimmung, die uns immer mehr abverlangte und einen immer stärkeren Druck aufbaute, unter dem zu arbeiten und Werke zu schaffen uns so nicht mehr möglich ist.

Auch ist es so, dass wir uns in der sich ständig zu unseren Ungunsten verändernden Wertschöpfungskette letztendlich in einer Sackgasse angekommen fühlen, in der wir mit dem Rücken an der Wand stehen. Deswegen ist es unabdingbar geworden, die immergleichen alten Mechanismen zu hinterfragen und uns komplett neu aufzustellen, was Herstellung, Vertrieb und „Labelarbeit“ angeht.

Sicher möchtet ihr gerne wissen, wie wir all das in Zukunft gestalten.

Dazu kann ich noch nichts sagen, denn nun gilt es, zunächst einmal befreit aufzuatmen und ohne konkrete Deadline Optionen auszuloten, um für neue Veröffentlichungen eine gesunde und faire Arbeitsgrundlage zu finden. Dies können wir, aufgrund unserer über Jahre liebevoll aufgebauten Infrastruktur inklusive eigenem Onlineshop dankenswerterweise ohne Eile und Stress tun.

Eines ist trotz aller Unabwägbarkeiten nämlich schon völlig klar: Ob wir nun ein passendes neues Zuhause finden oder uns selbst ein Biotop schaffen, wir werden schon sehr bald mit neuer Musik von uns hören lassen. Wir sind bereits wieder an neuen Songs dran und freuen uns darauf, sie euch zu präsentieren. 

Bei Alex von Trisol bedanken wir uns für die Jahre, die gut waren, und wünschen ihm viel Erfolg mit seinen weiteren Vorhaben.

Was uns angeht, so halten wir euch wie immer gerne auf dem Laufenden.

Solange wir uns auf eine so großartige und treue Fangemeinde verlassen können, kann sowieso nichts schiefgehen.

Asp & Team


8. Januar 2022

Boxen-Stop

Liebes Turmbau-Kollektiv!

Wir haben in den vergangenen Monaten in unserem kleinen Onlineshop viele Lieferverzögerungen seitens Herstellern, Druckereien und Lieferanten erlebt. Es war gelinde gesagt ein Unding.

Bisher konnten wir durch Extra-Schichten beim Verpacken und fröhliches Akkord-Schuften fast immer dafür sorgen, dass die ASP-Fans davon nichts spüren und ihre schönen Sachen trotzdem pünktlich bekommen.

Das werden wir dieses Mal leider nicht hinbekommen, sorry.

Nachdem die wunderbar-mysteriöse Welcome-Box des Crowdfundings ASPS TURMBAU nun bei uns mit fast drei Monaten (!!!) Verspätung eintreffen wird, müssen wir leider ihren Erscheinungstermin minimal verschieben.

Neuer angepeilter Versandtermin ist nun der 4. Februar.

Wir bitten um Verständnis und noch etwas Geduld.
ASP & TEAM


9. Oktober 2020

INTERVIEW: ASP SPRICHT ÜBER **HERUMOR**, Teil 2

Hier kommt der zweite Teil des ausführlichen Fan-Interviews zu Asps Side-Project HERUMOR. Viel Vergnügen beim Lesen!


Wie viele wunderbare kleine Zettelchen tummeln sich den auf, an und um deinen Kreativplatz herum mit Gedanken, Wortsequenzen oder anderen Inspirationen? Vermischen sie sich emotional, gedanklich und manchmal auch ganz handfest mit den Geschichten deiner aspischen Erzählzyklen? Stichwort: Genie im Chaos. (Mersadie O.)
Asp: Ich mag es nicht gerne chaotisch, auch wenn sich das nicht immer vermeiden lässt. Ich handhabe das meist so: Notizzettel und Ideenkärtchen werden in regelmäßigen Abständen durchgesehen und danach wieder in einer Schachtel verstaut, damit meine Schreibtische nur mit dem bedeckt sind, was ich für meine unmittelbar anstehenden Projekte benötige. Sonst wird es zu unübersichtlich. Außerdem habe ich viele Blöcke, auf denen ich Texte notiere, die aber ebenfalls streng getrennt nach „aktuellem Projekt“ und „für irgendwann“ benutzt werden. Das sorgt zumindest einigermaßen für Überblick.

Herumor - das neue Asps von Zaubererbrüdern oder doch ganz anders? Mit AvZ wurden damals ja bereits viele der Songs die auf dem neuen Album erscheinen live aufgeführt. Die Fans kennen/lieben die Lieder; fühlt es sich vielleicht sonderbar an diese „neu“ mit Herumor herauszubringen? Gibtes Bedenken oder Wünsche aus der Erfahrung von AvZ? (Kerstin P.)
Asp: Ich sehe Herumor nicht als das neue Asps von Zaubererbrüdern, sondern als das, was AVZ hätten sein sollen und vielleicht auch hätten sein müssen. Mit AVZ hätten wir es vermutlich nie geschafft, ein Album zu vollenden. Dafür waren wir einfach nicht fokussiert genug. Für mich fühlt es sich wunderbar an, dass die Lieder nun endlich als Album erscheinen, und ich traure der Zeit mit AVZ nicht mehr nach. Ich habe unfassbar viel Zeit und Energie dafür verbrannt, und die Lieder, die ich damals dafür geschrieben habe, sind das Schöne, das mir davon geblieben ist. Aber auch die damals „neuen“ Lieder habe ich bereits mit meinem guten Freund Patrick Damiani aus meinen Demos arrangiert, und die Band hat sie dann live gespielt. Und so haben wir dann nach der Auflösung weitergemacht. Dennoch freue ichmich natürlich, dass auch alte Weggefährten wie Tossi (Bass und Backings) und Thomas Zöller (Dudelsäcke und Flöten) auf dem Album zu hören sind.

Gibt es Menschen die dich bei dem Projekt besonders inspiriert oder berührt haben? (Kerstin P.) 
Asp: Alle Musiker haben mich mit ihrem wundervollen Instrumentenspiel sehr tief berührt. Ohne sie wäre dieses Album natürlich nur eine Idee auf meinem Schreibtisch geblieben.

Besonders eindrucksvoll ist mir noch die Schilderung aus dem Logbucheintrag zu SonaArta im Gedächtnis, wie du dich mit dem Text ins abgedunkelte Zimmer gestellt und singend nach der Melodie gesucht hast. Gänsehaut! Hat einer der Herumor-Songs eine ähnliche oder ähnlich besondere Entstehungsgeschichte? (Lily M.) Asp: Jeder der Songs hat eine besondere Entstehungsgeschichte. Aber als Sänger der eigenen Texte gibt es solche intimen Momente, bei denen man alleine ist, immer wieder. Das Intro von „Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe“ ist auf eine ähnliche Weise entstanden wie SonaArta. Gerade diese Folkmelodien entstehen oft durch das, was der Gesang vorgibt. Eine sehr körperliche und ursprüngliche Erfahrung. Deswegen habe ich auch so eine starke Bindung zu Folkballaden. Geschichten, die nicht nur erzählt werden, sondern gesungen. Aber esgab diesbezüglich zugegebenermaßen auch Amüsantes. Die Musik zu „Achte meiner Liebe nicht“ ist eigentlich ein wenig zu flott, um diesen Text drauf zu singen. Da musste ich unglaublich viel üben, um das einigermaßen hinzubekommen, ohne mich ständig zu verhaspeln. Es wäre ein Leichtes gewesen, den Song einige Beats langsamer zu schreiben, aber ich wollte unbedingt diese Jagd, das Gefühl des Verfolgt-Werdens durch das Tempo unterstützen. Das hat mich noch bis zum Schluss bei den finalen Gesangsaufnahmen im Tidal Wave Studio im Sommer verfolgt. Die Demos zum„Treuen Troll“ habe ich übrigens ganz im Gegenteil zum Songtext nicht in der gleißenden Morgensonne, sondern nachts eingesungen, mit ganz wenig Leselicht. Das war sehr episch und ein toller Moment. Denn der Troll ist ja ein Wesen der Nacht. Natürlich strahlte mich mein iMac währenddessen an, deswegen wird man aber nicht zum Internet-Troll. Welch ein Glück.

Gibt es eine ganz besondere Erinnerung zur Entstehung des Albums – peinlich, emotional oder gar frustrierend, welche Dir spontan als Erste dazu einfällt? (Kerstin P.)

Asp: Da die Entstehung des Albums über so viele Jahre stattfand, ist das nicht so leicht zu beantworten. Aber ich muss schon sagen, dass es nach der Beendigung der AVZ-Phase wirklich nur noch sehr wenige Frust-Phasen gab. Die gibt es dann meistens, wenn das musikalische Kind dann in die Mühlen des Musikbusiness geschubst werden soll, wenn die Nicht-Musiker beginnen, sich einzumischen. Aber das ist der ASP-Asp ja irgendwie gewöhnt und konnte den Herumor-Asp zumindest ein bisschen an die Hand nehmen und trösten. Logisch, wenn man ein Album macht, das so zart und verletzlich ist, dann bräuchte man selbst ein starkes Rüstzeug.

Wie reagieren deine Bandmitglieder eigentlich auf die Fülle deiner Ideen? Werden da regelmäßig die Hände über den Kopf zusammen geschlagen? Schließlich verlangst du ihnen und dir ja unheimlich viel ab, um uns mit wunderbaren Werken, in sehr hoher Qualität zu beglücken. (Anne H.)
Asp: Bei Herumor gibt es ja keine wirklichen Bandmitglieder, es gibt Musiker, die ins Studio kommen und der Musik eine große Portion Feenzauber verpassen. Und tatsächlich habe ich keinerlei negative Reaktionen oder Überforderungen mitbekommen. Alle freuen sich und geben tapfer ihr Bestes.

Sind das ASP- Universum und die Anderswelt von Herumor wirklich zwei strikt voneinander getrennte Sphären oder gibt es Überschneidungen? (Melissa F.)
Asp: Ich selbst stelle ja bereits die große Überschneidung dar, ohne mich irgendwie dabei wichtigmachen zu wollen. Aber natürlich ist meine Art, Songs zu schreiben und zu produzieren, ohnehin eine sehr besondere und selbst für die verrückte Musikwelt nochmal ziemlich speziell. Das ist bei ASP und Herumor sehr ähnlich und deswegen sind die Welten natürlich verwandt. Vielleicht ist der Hauptunterschied, sieht man mal von denverschiedenen als Basis benutzten Musikstilen ab, dass es bei Herumor bisher nicht geplant ist, so stark in langen und miteinander verknüpften Zyklen zu erzählen, sondern eher in „Kurzgeschichten“ zu denken. Aber das ist auch nur eine Momentaufnahme. Vielleicht packt es mich ja dochirgendwann, und es gibt ein richtiges Fantasy-Konzeptalbum.

Vielleicht auch nicht. Das muss die Zeit zeigen.
Natürlich hoffe ich, dass ASP-Fans auch Herumor mögen können und, sobald es welche gibt, Herumor-Hörer auch den Schritt zu ASP wagen. Es werden natürlich Menschen, die schon meine Stimme bei ASP furchtbar finden, auch in diesem musikalischen Gewand nichts mit ihr anfangen können. Ach, wir werden sehen.
Sowieso denke ich, dass beide so weit abseits vom Mainstream angesiedelt sind, dass sowieso nur sehr wenige Menschen davon erfahren werden.
Ich bin sehr froh, dass es Überschneidungen gibt, zum Beispiel in der über Jahre aufgebauten Infrastruktur von ASP. Ich habe die Chance, mein Album über einen supertollen Shop anzubieten, brauche ihn nicht erst aufzubauen.

Ist Dir beim Schreiben immer sofort klar, dass ist eine Geschichte für Herumor oder eben eine für ASP? (Sven A.)
Asp: Bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen weiß ich das tatsächlich schon ganz früh im Entstehungsprozess. Erstens ist es allein schon von meiner nötigen Schreib-Disziplin her oft so,dass ich mich hinsetze und ganz gezielt für das jeweilige Projekt schreibe. Ich warte nicht auf Inspiration und schaue dann, was draus wird, sondern ich habe meist ganz geplant eine Aufgabe vor mir, mit der ich mich zu beschäftigen habe. Da heißt es dann: „Heute schreibst du den ganzen Vormittag für das Horror-Vacui-Buch“, oder: „Dienstag konzentrierst du dich ganz auf das neue ASP-Album!“
Anders würde ich diese vielen Geschichten gar nicht in den Griff bekommen.
Aber manchmal geschieht es, da macht sich die Erzählung selbstständig, bekommt eine andere Wendung und plötzlich wird aus einer im Zwielicht begonnenen Geschichte ein rabenschwarzes Nachtstück. Dann nehme ich das ganz freudig hin und heiße es willkommen, lasse mich von der Geschichte tragen und lasse es geschehen.

Kann man hoffen bei den anstehenden dunkelromantischen (Winter-) jetzt Sommernächten "Kreatour" das ein oder andere Stück vom neuen Herumor Album live zu hören? (Sabrina S.)
Asp: Nein, das ist nicht geplant. Wir haben für diese ASP-Konzertreise eine tolle und wirklich ausgesucht feine Songauswahl vorbereitet und sogar ein tolles neues Stück im Gepäck, das speziell für diese Tournee geschrieben wurde. Da die starke Vermischung von AVZ und ASP damals enorm dazu beigetragen hat, dass uns live viele Steine in den Weg gelegt wurden, werde ich in Zukunft stärker darauf achten, dass die Projekte getrennt bleiben, auch in dieser Richtung.

Wird es im Rahmen von Herumor weitere Duette/ Stücke mit Nic Frost geben? (Stefanie B.)
Asp: Geplant ist nichts in der Richtung, aber Nics Stimme ist für mich eine der interessantesten, spannendsten Frauenstimmen überhaupt. Und wenn ich wieder etwas in der Richtung mache, dann steht sie dementsprechend immer ganz weit oben auf der Liste.

Du berührst mich mit Deinen Stücken tief in meinem Innersten und ich würde Dir das gern auch zeigen/sagen. In welcher Form kann ich das am Besten tun? (Stefanie B.)
Asp: Nun, der beste Weg ist, Beifall zu spenden und die Projekte zu unterstützen. Zumindest ist das die Weise, es für mich am besten zu tun. Aber vermutlich ist das nicht die Antwort, auf die du gehofft hast? Für alles darüber hinaus haben wir ja noch eine schöne Postfachadresse, an die man Briefe schreiben kann. Ich lese die auch. Ganz ehrlich.

Gibt es auf dem Album eine Geschichte, die du häufiger als alle anderen mit ins Bett genommen und nachts in Gedanken hin- und hergewälzt hast? So eine Art Fluch und Liebe gleichzeitig? (Navina A.)
Asp: Allerdings! Und dabei handelte es sich ausgerechnet um das kürzeste und vielleicht sogar unscheinbarste Stück. „Happy End für alte Knochen“ hat mir wirklich viel Kopfzerbrechen beschert und die ein oder andere schlaflose Nacht. Ich wusste von Anfang an, dass ich diesen erlösenden, tröstlichen Schluss aus dem Buch auch musikalisch anbiete möchte. Aber tatsächlich dauerte es für meine Verhältnisse ewig, bis ich eine richtig gute Möglichkeit gefunden habe, denn ich merkte rasch, dass es eben nicht eins zu eins wie im Buch geschrieben in einem Lied funktionieren würde, und es war eine echte Herausforderung, es so nah wie möglich am ursprünglich Gedichteten zu belassen und doch in eine Liedform zu gießen, die für mich funktionierte. Vor allem fand das alles ziemlich am Schluss der langen Produktionsphase statt, und ich hatte mit so viel Widerstand dieser frechen Zeilen gar nicht gerechnet.

Stücke wie „Schneekönigin, wohin“ und „Rüstzeug“ haben bei vielen Fans nachdem sie erstmals live zu hören waren tiefe Spuren hinterlassen und es gab über eine lange Zeit Stimmen die um die Veröffentlichung dieser Stücke baten. Hast Du diese Resonanz mitbekommen und hat es etwas mit Dir gemacht? (Melissa F.)
Asp: War das so? Ich habe nicht so viel davon mitbekommen, aber umso schöner, und es freut mich, wenn nun der Wunsch dieser Fans endlich erfüllt wird.
Für mich ist es natürlich auch ein sehr langer Weg gewesen, und ich kann mir gut vorstellen, dass einige Menschen vom ersten Kosten der Songs an eine ähnlich lange Durststrecke erlebt haben.
Am 20. November ist sie endlich vorbei.

Die Fragen wurden gestellt von Mitgliedern der Facebook-Gruppe ASP – eine magische Verbindung

FOTOS: Heilemania

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3. Oktober 2020

INTERVIEW: ASP SPRICHT ÜBER **HERUMOR**

Wer könnte Asp besser über sein neues Side-Project Herumor und das Debut-Album "Eine Liebe nicht weniger tief" ausfragen als die Fans? Richtig, niemand. Heute könnt ihr seine Antworten in einem ausführlichen Interview lesen:


Worin lag für Asp der Hauptgrund bzw. der Vorteil, ein Nebenprojekt zu gründen? (Timo P.)
Asp: Warum macht man Projekte? Der Hauptgrund ist natürlich die pure Lust gewesen, mich neben ASP noch in einem folkigeren Projekt austoben zu dürfen. Ich habe mein Nebenprojekt genauso gegründet wie damals das Hauptprojekt: aus purer Leidenschaft für das Genre. Freilich tragen beide Projekte meine ganz persönliche Handschrift, ob man das nun als Vor- oder Nachteil empfindet, aber ich arbeite ja auch mit einem anderen Team zusammen, was zusätzlich eine andere Klangästhetik fördert.
Ob sich dadurch weitere Vor- oder Nachteile ergeben, wird sich zeigen. Ob sich durch die etwas weniger düsteren Themen mehr Leute dafür begeistern lassen oder sich ihnen dadurch eine etwas einladendere Tür öffnet, durch die sie Zugang zu meinen Werken finden können, wage ich nicht zu prognostizieren. Nun fällt mir jedoch ein großer Vorteil ein: Mit Herumor bin ich an keinerlei fremd auferlegten Zeitpläne und Deadlines gebunden. Bei ASP ist das ja ein wenig anders.
Ich hoffe, ich habe die Frage richtig verstanden und zur Zufriedenheit beantworten können.

Der Fremder Zyklus neigt sich dem Ende ... wird es einen neuen, ins Thema greifenden Zyklus geben, oder wird "Herumor" perspektivisch "ASP" ablösen? (Torben F.)
Asp: Ohne nun zu viel verraten und über eine ganze Schachtel ungelegter Eier sprechen zu wollen:
Nach dem Fremder-Zyklus wird es einen weiteren Erzähl-Zyklus geben, so die Gesundheit und die Kraft mich nicht verlassen. Dieser wird dann gemeinsam mit dem Schmetterling und Fremder einen Kreis schließen. Aber ich werde den dritten Zyklus nicht direkt im Anschluss an „Fremder 5“ veröffentlichen, denn ich möchte mit ASP zunächst einige andere Ideen umsetzen. Dies zeigt schon mehr als deutlich: ASP wird auch weiterhin mein Haupt-Projekt bleiben, ich habe wahnsinnig viel vor und an einen wie auch immer gearteten Rückzug auf ein Folk-Altenteil ist nicht zu denken. Ich mache Rock, weil ich es liebe, ich habe ein Folk-Projekt, weil ich es liebe. Musikalisch polyamourös. Herumor soll ASP in keiner Weise ablösen!

Werden weitere Herumor Songs als Bildband separat veröffentlicht werden? (Timo P.)
Asp: Ich möchte das unbedingt weiter so handhaben wie bisher und habe die große Hoffnung, dass sich auch weitere Illustratoren und Maler für diese schöne Bilderbuchreihe finden. Und wenn es sich so ergibt, dann werde ich das auf jeden Fall fortführen, da es eine weitere große Leidenschaft von mir abdeckt.

Wählst Du schon beim Schreiben des Textes aus, zu welchen Zeilen des Liedes Bilder angefertigt werden sollen und wie diese ungefähr aussehen sollen oder lässt Du den Künstlern dabei freie Hand? (Nathaly A.)
Asp: Zu dem Zeitpunkt, wenn ich die Liedtexte verfasse, sind solche Überlegungen noch ganz weit weg. Zuerst kommt das Lied, dann erst das Buch. Alles andere würde mich beim Komponieren viel zu stark beeinflussen. Vielleicht wäre es spannend, mal ein Lied zu machen, bei dem ich gleich an die visuelle Umsetzung denke, aber momentan scheint mir das als eine Herausforderung, die ich aufgrund des Arbeitspensums eher auf einen späteren Zeitpunkt verschieben würde. Das erklärt übrigens auch, warum es zu einigen Herumor-Stücken kein Bilderbuch gibt. Manche halte ich weniger gut dafür geeignet, sie zu illustrieren. „Schneekönigin, wohin“ ist so ein Lied. Der zweite Teil der Frage ist übrigens recht einfach zu beantworten: unterschiedlich! Ich arbeite mit den verschiedenen Illustratoren so, wie es für die Erzählung und ihre Vorlieben am besten ist. Das entscheidet sich ganz individuell nach den Bedürfnissen dieser beiden Komponenten.

Holger Much zum Beispiel ist jemand, dem drückt man einen Liedtext in die Hand, dann verschwindet er damit in sein Atelier und kommt wenige Monate später mit einem fertigen Buch wieder heraus. Entsprechend gebe ich ihm natürlich gerne die Texte, die in sich schon eine sehr starke Erzählung tragen. Mit Timo Wuerz ist alles ganz anders. Für ihn schreibe ich immer ein ganz genaues Script, ganz gleich welche verrückte Erzählstruktur umgesetzt wird. Bei Fabia Zobel habe ich sowohl das eine als auch das andere schon gemacht. Während „Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe“ im Grunde den Liedtext ganz geradlinig illustriert, haben wir bei „Zwielichtgestalten“ eine große Erweiterung der Lyrics geschaffen, die eine zusätzliche Dimension der Story erzeugen sollte. Und das dritte Projekt mit ihr … ups. Basiert gar nicht auf einem Herumor-Text, gehört hier also nicht wirklich hin. Hihi.

Wie ist dieses wunderschöne Cover des Albums entstanden? (Konstantin W.)

Asp: Zur Entstehung kann ich nichts sagen, das bleibt das Geheimnis des Fotokünstlers. Was ich aber dazu sagen kann, ist, dass ich über dieses Bild vor einigen Jahren gestolpert bin, als Alex Storm mir die Seite von Justin Peters im Netz zeigte. Er macht wirklich grandiose Sachen (Justin, nicht Alex), aber als ich dieses Bild gesehen habe, war ich schockverliebt und hatte eine Gänsehaut, die mehrere Tage anhielt. Es dauerte noch Jahre, bis ich dann endlich eine Gelegenheit hatte, ihn anzuschreiben und zu fragen, ob ich es für mein Herumor-Album lizensieren dürfte. So habe ich bisher nie gearbeitet, aber ich wusste, wir sind füreinander bestimmt, dieses Bild und ich. Das klingt nun irgendwie Stalker-mäßig, bitte den letzten Satz streichen ;)

Wird es zukünftig ggf. auch reine Herumor Konzerte geben? Oder bleibt es ab und an bei einzelnen Stücken zu besonderen ASP-Touren? (Kati M.)
Asp: Ach, Konzerte. Ein sehr, sehr bitteres Thema. Aber ich will die Frage mal so beantworten, als spielten äußere Einflüsse keine Rolle. Bisher sind keine Konzerte mit Herumor geplant. Ich würde wahnsinnig gerne Herumor-Konzerte geben, aber ich fühle mich einer zweiten so großen Anstrengung derzeit nicht wirklich gewachsen. Denn die Konzertplanung, die Logistik und die großen Investitionen, die dafür nötig sind, die sind zumindest zum jetzigen Zeitpunkt für mich nicht leistbar. Außerdem muss man auch einfach abwarten, ob es in Zukunft überhaupt noch ratsam sein wird, solche Risiken bei einem neuen, nicht etablierten Projekt einzugehen. Das muss die Zeit nach Corona in einer veränderten Live-Landschaft erst zeigen.
Aber wenn es so weit kommen sollte, dann strebe ich eine strikte Trennung zwischen ASP und Herumor an. Wenn ich eins aus dem Asps Von Zaubererbrüdern-Debakel gelernt habe, dann ist es, dass es besser ist, es nicht zu stark durcheinander zu würfeln. Das heißt nicht, dass es völlig ausgeschlossen ist, mit Herumor mal einen ASP-Song im Gepäck zu haben, aber lieber schreibe ich noch einige schöne Stücke für Herumor und warte, bis ich genug für eine eigene Setlist zusammenhabe. Das klingt nun erstmal wahrscheinlich wie eine Fehlentscheidung, denn warum sollte man den Bekanntheitsgrad der ASP-Songs nicht nutzen, aber langfristig halte ich es für die bessere Lösung für alle Beteiligten.

Das erste Album trägt den Beinamen "Zwielichtgeschichten I". Das lässt darauf schließen, dass weitere Alben zumindest vorgesehen sind. Gibt es hierzu schon Ideen, Vorstellungen, Pläne oder liegt das alles noch in unabsehbarer Zukunft? (Konstantin W.)
Asp: Ja. Die ersten Song-Ideen dafür existieren bereits, und ich werde sicher auch in einigen Wochen wieder an einem konkreten Stück arbeiten, aber zuerst ist das neue ASP-Album dran, das nun meine (relativ und für meine Verhältnisse) ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen soll.

Wie hat das Kind seinen Namen bekommen? Wieso wurde dieses Zweitprojekt ausgerechnet HERUMOR (Quenya: Schwarzer Herr) getauft? (Katrin L.)
Asp: Genau so. Es ist nach Tolkiens Begriff benannt. Passt doch auch wie die Faust aufs Auge, nicht wahr?

Bist du nicht schon komplett ausgelastet mit ASP, den Merchandisingunternehmen usw.? Oder bist du einfach ein fleißiges Bienchen mit unendlich vielen Ideen? (Nina R.)

Asp: Ich bin ein fleißiges Bienchen mit unglaublich vielen Ideen. Manchmal fühlt sich mein Kopf sogar so an, als wäre dort ein ganzer Bienenschwarm mit Ideen. Ich bin natürlich mehr als ausgelastet mit meinen Jobs. Aber manchmal schlägt einfach der Künstler in mir zu, schiebt alle anderen beiseite und vergisst dabei, dass alle zusammen in einem einzigen Körper wohnen, welcher bis zur totalen Erschöpfung getrieben wird. Bitte kein Mitleid deswegen!

Was fühlst du, wenn du an Herumor arbeitest/gearbeitet hast? (Christian D.)
Asp: Das kommt sehr drauf an, welche Arbeit daran es gewesen ist. Aber meistens empfinde ich eine Mischung aus Erschöpfung und Erfüllung, wenn ich an einem Projekt gearbeitet habe.

Bezogen auf die wunderschönen Bücher zu den Zwielichtgeschichten: gibt es einen Künstler mit dem du gern zusammenarbeiten würdest? (Steffi E.)
Asp: Da gibt es viele. Ein absoluter Traum wäre Alessandro Barbucci. Sein Strich ist so unglaublich elegant und schön, ich liebe seine Arbeiten. Aber auch Benjamin von Eckartsberg könnte ich mir gut vorstellen. Und natürlich die klassischen Tolkien-Künstler Howe und Lee. Man wird ja noch träumen dürfen … Oder Dave McKean für etwas schön Verrücktes oder Gris Grimly. Hach, ich könnte stundenlang aufzählen.

Wonach wählst du den Künstler aus, der deine Texte in Bilder umsetzen darf? Oder schreibst du gar Texte zu bereits vorhandenen Gemälden, die dann nur weiter vervollständigt werden? (Grit H.)
Asp: Ähm. Interessante Idee, kann mir aber nicht vorstellen, dass das so umsetzbar ist. Erst kommt die Geschichte, dann die Umsetzung in Bildern. Die Künstler habe ich auf ganz verschiedene Weise kennengelernt. Timo Wuerz kenne ich ja bekanntlich seit dem Pleistozän, Holger und ich kennen uns aus der „Szene“ und Fabia hat mir Timo vorgestellt. Alles ganz natürlich gewachsen.

Der Albumtitel „Eine Liebe nicht weniger tief“ hat mich wunderschön eiskalt erwischt. Wie kam er zustande? (Alessandra M.)
Asp: Er flog mir einfach so zu, dieser Titel. Ich dachte mir, es sei ein phantastischer Name für das Werk, um dem Hörer Raum für seine eigenen Interpretationen und Gefühle zu lassen. Die ersten Reaktionen lassen vermuten, dass dieser Plan aufging.

Beschreibe "Eine Liebe nicht weniger tief" mit einem Duft. (Lily M.)
Asp: Waldbodenduft im Frühling.

Welche der Geschichten auf dem Album hat dich vielleicht selbst überrascht - eine Wendung genommen, die du nicht vorhergesehen hast, zum Beispiel? (Lily M.)
Asp: Eigentlich überraschen mich die meisten meiner Geschichten während ihrer Entstehung. Sehr ausgeprägt geschah dies allerdings bei „Achte meiner Liebe nicht“, der eigentlich als eine Art „Königskinder“-Variation begann und sich dann im Schreibfluss doch wieder in eine wahrhaftige Anderswelt- und Fantasy-Story verwandelt hat. Ich bin sehr glücklich darüber.

In deinem Logbucheintrag zu „Abyssus 2 (Musik)“ thematisierst du, wie Musik das innere Kind emotional berühren kann. Du hoffst, dass es dir mit deiner Musik gelingt eben dieses bei anderen auszulösen. Nun meine Frage an dich, kann es auch vorkommen dass du von deinen eigenen Songs so berührt wirst? (Svenja G.)
Asp: Das kann und muss vorkommen. Ich halte es sogar für nötig, um unverstellt und ohne Gängelband von fremden Einflüssen meine Geschichten und Lieder „aufzuspüren“. Aber es ist genauso notwendig, zu einem bestimmten Zeitpunkt des Arbeitens dieses Gefühl festzuhalten und dann ganz erwachsen damit weiterzugehen, ihm ein Zuhause zu bauen.

War es von Beginn der Zwielichtgeschichten der Plan, alle Lieder zusammen auf ein Album zu packen oder entstand die Idee dafür erst später? (Joe L.)
Asp: Nun, ganz zu allererst und vor gefühlt tausend Jahren sollte daraus ja ein Asps Von Zaubererbrüdern-Album werden. Dann allerdings ließ ich die Idee einige Jahre komplett los und hatte gar nicht so fokussiert im Blick, eine ganze Sammlung von diesen Liedern zu einem Album zu vereinen. Aber ganz klar: Ich bin eben doch ein alter Alben-Fan (z.B. Nachtalben, hüstel), und irgendwie fühlte sich das Projekt unvollständig an. Und da viele davon ausgehen, dass die Veröffentlichungsform Album und ganz speziell der Tonträger CD in den kommenden Jahren langsam verschwinden wird, wuchs in mir der Wunsch immer stärker. Denn ich wollte unbedingt eine CD und eine Vinyl von diesen schönen Stücken in den Händen halten. Inklusive Artworks.

Werden über die Geschichten in den Liedern, die noch nicht in Buchform existieren, auch noch Bücher entstehen? (Joe L.)
Asp: Wie oben erwähnt: Nicht alle eignen sich gleich gut für eine Bebilderung. Ich denke, ein Bilderbuch von „Rüstzeug“ wäre auch absolut nicht jugendfrei. Ich denke, es wird auch in Zukunft bei Herumor immer Songs geben, die als Buch vorab erscheinen, und welche, die danach eben auf dem Album ohne Bilderbuch dazukommen werden. Eigentlich ja auch eine wunderschöne Art der Veröffentlichung. Ich habe aber auch von unzähligen Menschen gehört, die die Bücher haben links liegen lassen und die sich nun einfach das Album holen. Wahrscheinlich wäre denen sogar ein Download ausreichend. Das wird es ja für die Musik-Puristen ebenfalls geben.

Hast du besondere „Rituale“ beim Texte schreiben? (Lara W.)
Asp: Für Rituale habe ich keine Zeit. Ich setze mich lieber hin und schreibe los.

Woraus schöpfst du Energie und Inspiration? (Lara W.)
Asp: Ich schöpfe meine Energie aus Spaziergängen im Grünen in Hundebegleitung. Inspiration schöpfe ich aus jedem Atemzug und aus allem, was mir begegnet. Niemand ist unbeeinflusst von äußeren Eindrücken, ich auch nicht. Aber oft sind es die umherstreifenden Gedanken, die sich zu einer Geschichte verdichten. Ich pflücke sie aus der Luft, lasse sie mir vom Wind einflüstern, bringe sie mit aus einem Traum.

FORTSETZUNG FOLGT…
Erfahrt im zweiten Teil des großen Fan-Interviews, wie Asp seinen Arbeitsplatz gestaltet, wie unordentlich er ist, welche "Bettgeschichten" es bei bei der Entstehung des Albums gab und vieles mehr!

Die Fragen wurden gestellt von Mitgliedern der Facebook-Gruppe ASP – eine magische Verbindung

FOTOS: Heilemania

24. August 2020

Herumor. Es gibt ein Datum!

Liebe Freunde des musikalischen Geschichtenerzählens!

Am 20. November erscheint das lange, lange erwartete
Herumor-Debut-Album
„Eine Liebe nicht weniger tief“. 


Und heute möchte ich verraten, wie die so genannte Tracklist des Albums aussehen wird. Die darauf enthaltenen Lieder/Geschichten werden die folgenden sein:

Zwielichtgestalten
Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe
Rüstzeug
Die Ballade vom „Treuen Troll“
Windrad
Nie am Tage
Achte meiner Liebe nicht
Schneekönigin, wohin
Happy End für alte Knochen

Einige davon kennt ihr bereits von lange verklungenen Konzertabenden oder von der Zwielichtgeschichten-Buchreihe.

Für das Album wurden alle Songs, die in den vergangenen Jahren erschienen sind, mit viel Fingerspitzen- und Zartgefühl neu gemischt und gemastert. Denn natürlich müssen sie alle wie aus einem Guss klingen, wenn sie zusammen ein Album ergeben sollen. Patrick Damiani hat diese schwierige Aufgabe perfekt gemeistert, muss ich sagen. Auch denke ich, dass diejenigen, die bereits die alten Versionen besitzen, mit den neuen Mixen ihre Freude haben werden. Neue Details sind zu entdecken.

Das Album wird übrigens als CD, Kauf-Download und Doppel-LP erscheinen. Für die Schallplatte haben wir ein spezielles Vinyl-Mastering erstellen lassen.

Weitere Infos in Kürze!

Asp