Journal

26. August 2021

FREMDER FINALE COUNTDOWN

Liebe Freunde,

um die Vorfreude auf das abschließende Kapitel des Fremder-Zyklus weiter zu steigern, beschäftigen wir uns in den Monaten davor noch einmal intensiv mit dem "Was bisher geschah" der Geschichte.

Im Monat August liegt der Schwerpunkt auf dem Kapitel Maskenhaft – Ein Versinken in elf Bildern. Zum Album schrieb ich im Buch HORROR VACUI – DICHTER AM ABGRUND folgende Eröffnung in Gedichtform:

Das Versinken

Komm, Freund, wir treffen uns am Abend:
Der Sonne Schein, er ist kein Mitverschwörer,
wenn wir, in diesen Schriften uns vergrabend,
uns ganz als Leser geben und als Hörer.

Mein Freund, wir werden lauschend reisen.
Vielleicht mit einem Glas und etwas drinnen?
Die Stimme soll uns nur die Richtung weisen.
Den Rest wolln wir allein zu Bildern spinnen.

So wie die Hungernden von Krumenspuren,
so werden wir von Wort und Ton verführt;
mehr braucht es nicht, um uns den Fall zu schildern.

Und wenn wir das Versinken der Figuren
verfolgen, weil es uns so fasziniert,
versinken wir auch selbst in jenen Bildern.

Im Gedicht Das Versinken geht es freilich, wie der Name schon verrät, um das, was geschieht, wenn wir Leseratten und Hörsiebenschläfer uns von einer Geschichte völlig in ihren Bann schlagen lassen.

„So wie die Hungernden von Krumenspuren,
so werden wir von Wort und Ton verführt.“

So ging es mir selbst oft, und es half mir nicht selten, die Welt um mich herum und auch mich selbst für ein Weilchen zu vergessen. Noch vor allem anderen, noch vor dem Sänger, Texter, Artworks-Verursacher oder Komponist (obwohl mir das Wort immer ein wenig groß vorkommt) sehe ich mich noch immer ganz schlicht richtig wichtig: als Geschichtenerzähler.

Und der Freund in diesem Gedicht, der sind natürlich Sie. Der bist natürlich Du.