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"Der Fluch" - Das Buch

Asps schaurig schöne Versnovelle. Eine augenzwinkernde Gruselgeschichte über einen schrecklichen Unfall, dessen grässliche Folgen und natürlich … über die Liebe.

60 Seiten im Hardcover.
Edler schwarzer Glanzleinenüberzug und Goldprägung.

Aus dem Pressetext:

"Die Band ASP fasziniert die Schwarze Szene schon seit Jahren mit düster erzählender Lyrik und leidenschaftlicher Musik. Nun erweitert der unheimlich produktive Sänger und Mastermind der „Gothic Novel Rock Band“, Asp Spreng, sein Schaffen um eine neue Kombination aus Wort und Klang.
In seinem 158 Strophen umfassenden Briefroman „Der Fluch“ erzählt er in Gedichtform eine schaurig-romantische Liebes- und Leidensgeschichte. Der Ich-Erzähler geleitet den Leser durch seine skurrile Geistes- und Erlebniswelt, erhebt dabei auch warnend den Zeigefinger, allerdings nicht ohne augenzwinkernde Auflockerungen schwarzen Humors. Trotzdem ist das Werk von tiefer Traurigkeit und verzweifelter Sehnsucht geprägt, ebenso wie von zahlreichen literarischen Anspielungen und respektvollen Verbeugungen vor den Meistern des Schaurigen.
Das lustvolle Spiel mit Motiven des schwarzromantischen Genres grenzt an eine liebevolle Persiflage, ohne jene vollends zu entzaubern oder gar zu entwürdigen. Das kunstvolle Reimschema fällt vor allem durch eines auf: Seine Unauffälligkeit. Der Rhythmus der 954 Zeilen arbeitet sich langsam ins Hirn des Lesers, die flüsternde Stimme im Kopf lässt den Zuhörer nicht mehr allein."

LESEPROBE:

Lieber Leser, sei willkommen auf dem Weg, den Du genommen auf der angegilbten Straße, die von Dir zu mir hinzieht. Lieber Leser, unbekannter, leise flehend Freund genannter, einer Zukunft Abgesandter, fern noch, nebliges Gebiet, die mein müdes, altes Auge nimmermehr im Spiegel sieht. Die dem Gewesenen entflieht. Nun an dieses Tages Ende, wenn die Sonne an die Wände schiebt die dunklen Schattenfinger, an die Mauern kalt und karg; nun, Du Leser dieser Zeilen, zwingt es mich, mich zu beeilen. Das Geheimnis nun zu teilen, drängt es in mir, ach, so stark. Auf dem Friedhof meiner Seele liegt verborgen wie im Sarg, was ich so lange Zeit verbarg. Doch ich will vor allen Dingen Dich in keinem Falle zwingen. Es muss Dein Entschluss sein, frei getroffen, folgst Du meinem Wort! Bald, sehr bald, so lass Dir sagen, solltest Du die Schritte wagen, die Dich dann am Ende tragen über eine Grenze fort, wirst Du sehen und erkennen: Es gibt keine Umkehr dort, wo alle Hoffnung längst verdorrt. Folgst Du mir aus freiem Willen? Möchtest Du die Neugier stillen, dann biet ich Dir ohne Zögern Führung und Komplizenschaft. Haste nun entlang der Krakel meiner Schrift so voller Makel, die, erschlaffenden Tentakeln gleich, dich ziehn mit letzter Kraft. Schnell, durchschreite die Barriere, eile! Gleich ist es geschafft. Bevor das Fieber mich hinrafft. Will nicht täuschen und nicht tarnen oder Dich dafür umgarnen: Alles, was so lang verborgen, wird für Dich nunmehr enthüllt. Zuviel Schuld, die auf mir lastet und mit kalten Klauen tastet nach dem Herz, das niemals rastet, sondern schlägt voll Furcht wie wild. Nachts durchdringen die Dämonen jeden Bannkreis, jeden Schild und starren wie auf Füsslis Bild. Gut, nun gut, sie sind gefallen wohl, die Würfel, und von allen je von mir gewagten Taten ist das, was Du vor Dir siehst, das Gewagteste im Leben: die Geschichte preiszugeben. Sieh, wie mir die Finger beben, wenn die Angst mein Herz umschließt! Zeugnis sind die Tintenflecken, wenn dereinst den Brief Du liest und Wahrheit sich vor Dir ergießt. Ich zögre noch, Du wirst’s wohl merken. Muss mein banges Herz erst stärken, doch nun muss es endlich sein: Ich muss es einfach offenbarn. Darf mich nicht mehr länger winden, muss den Mut dazu nun finden, mich des eignen Eids entbinden, den ich schwor vor vielen Jahrn: All die Dinge, die geschahen, durfte niemand je erfahrn, weil sie gar so schrecklich warn. Also, fragst Du, wie begann es? Was nur Grauenhaftes kann es sein? Was ist es nur gewesen, das so schwer mein Herz bedrückt? Lausch dem Lied des Federkieles, des verschlungnen Zeichenspieles: Es begann ganz wie so vieles, was schlimm endet und missglückt, gar nicht, wie’s am Ende war, als Posse garstig und verrückt wie in einem Narrenstück. Wie ich Dir nun offenlege, kam ich früh schon ab vom Wege. Jung, naiv und blind, ich fürchte, war ich, dumm vielleicht; und so dräute früh schon das Finale: Ich geriet in die fatale, tief sich windende Spirale, der ich nimmermehr entfloh, die mich, einem Mahlstrom gleichend, zog ins Nichts und Nirgendwo, wie bei Edgar Allan Poe. Es beginnen Schreckenstaten, ob von Menschen oder Staaten, oft aus nobelsten Motiven und Gefühlen gut und pur. Das mag paradox erscheinen, sollte man nicht wirklich meinen, dass aus gut gemeinten, reinen Absichten lautrer Natur auch entsteht das Pure, Reine, Lautere und Gute nur? Und nicht strafende Tortur? Es geschah in frühster Jugend, als ich arglos, voller Tugend, blauäugig und unbefangen lebte in den Tag hinein, dass ich, ganz unvorbereitet, plötzlich spürte, es entgleitet mir mein Herz, die Brust geweitet, fast als wollt es sich befrein, fliehen zu dem Wunderwesen, das ich sah im Glorienschein. Oh, nichts würd mehr wie vorher sein. Und kaum hatt ich es gesehen, war es schon um mich geschehen, war ich vollends seine Beute, freudig und mit Haut und Haarn. Unversehens ward gefangen ich und warf mich ohne Bangen mit vor Glück gefärbten Wangen aufgewühlt und unerfahrn an die dargebotne Brust. Oh, jung war ich an Lebensjahrn, als ich die Liebe durft erfahrn. Ach, es folgten frohe Tage ohne Mühsal, ohne Plage, nur gefüllt von schönen Stunden unendlicher Seligkeit! Schon zusammen früh am Morgen, bis zum Abend ohne Sorgen, wohlbehütet und geborgen beieinander alle Zeit. Selbstverständlich und vor allem nachts, da warn wir nie entzweit. Nichts als traute Zweisamkeit. Alles war so ungezwungen. Schwelgen in Erinnerungen würde ich und sie auch teilen mit Dir, lieber Adressat. Ich gestehe unumwunden: Gern hätt ich noch Zeit geschunden. Koste alle schönen Stunden aus! Befolge meinen Rat! Wir sind alle Untertanen und Baldanders Potentat. Nie steht still Fortunas Rad. So ist, was du heut genossen, morgen schon zu Nichts zerflossen. Alles, was du sicher wähntest, ändert nur ein einzger Tag. Was du wider bessres Wissen glaubtest, würd dir nie entrissen, musst du morgen schon vermissen – Raub von einem Schicksalsschlag. So geschah, was zu begreifen ich bis heute nicht vermag. Oh, welch ein Grauen vor mir lag!

Produktabbildung "Der Fluch" - Das Buch

Zur Zeit nicht erhältlich.

9,95 € pro Stück